Archiv für die Kategorie „Geschäft“

Volsbank-Raiffeisenbank in Reichertshausen

Freitag, 9. Juli 2010

♣ bank  rot(t) ♣

Zum Geburtstag bekam ich von meiner Sparkassenfiliale immer eine kleine Aufmerksamkeit geschenkt. Ein Lineal, Kugelschreiber, Bierkrügl. Was man halt so bekommt, dafür dass das Geldinstitut das Jahr über mit Dir ein paar tausend Euro verdient hat. Ist doch nett …

Dann kommt Dein 65ter. Da wird sich die Sparkasse bestimmt etwas einfallen lassen. Wird man ja nicht alle Tage. Außerdem ist man ja schon 25 Jahre Kunde. Guter Kunde. Haus gebaut und so weiter. Viele Schulden gemacht. Lieben ja Banken, da rollt der Rubel – auch der Euro!

Der Filialchef drückt Dir die Hand und erklärt Dir ohne salbungsvolle Worte, dass ab Deinem Eintritt ins Rentenalter deine Kreditfähigkeit gewaltig eingeschränkt wird.

Amen.

Wie benommen gehst du nach Hause. Eine Welt bricht in dir zusammen. Kannst kaum mehr schlafen. Stehst fast vor dem Aus, weil sich auch dein Brötchengeber adäquat verhält. Als hätten sie sich abgesprochen. Langsam fängst du an, rot zu sehen. Vor dem heraufziehenden Bankrott.

Bist du schaust, sind alle deine Reserven weg. Keine Hand, die Dich warnte, die dir half. Bist ja alt genug! Verschulden ist nicht mehr angesagt, dafür aber Fertigmachen. Ein Bisschen Spaß muss sein – aber nicht für dich!

Du siehst dunkelrot – und musst schmerzhaft erkennen, dass du gegen die Herren in den Nadelstreifenanzügen absolut machtlos bist.

Lernst zu zittern, ob der Automat dir Geld gibt. Begreiftst widerwillig und zu langsam, dass du für sie gestorben bist, obwohl du noch herumläufst. Wie lange noch? Bis dein geplagtes Herz beim Anblick einer Bank den Dienst quittiert.

Ein satirisch denkender Pfarrer hat mir gesagt: Der Preis für da oben ist nun mal sehr hoch!

Er wollte mich damit trösten. Die Worte waren auf den Punkt gebracht.

Ich will aber noch ein bisschen leben, nur ein klitzekleines Weilchen, habe ich DEN da oben gebettelt. Da er wegen des unerwarteten Abschneidens der Kicker in Südafrika gut drauf war, schickte er mich zu Manfred Döring.


Kein Engel, doch vielleicht ein verkleideter Wolkenhiwi? Heilgenschein im Kleiderschrank?

Nein. Banker!

Knapp eine Stunde hat es gedauert, da war die erste Not gelindert, der Silberstreifen am Horizont aufgemacht. Das Herz schlug ein paar Takte leichter. Ohne Tablettentuning.
»Man muss den Menschen sehen«, meinte Döring.

Er wußte alles über meinen Geldbeutel. »Es gibt bestimmt Möglichkeiten, Ihnen zu helfen«, meinte Döring.

Sicher, er ist auch ein Geldverkäufer, Kundenberater, Filialleiter. Er redet viel, o.k., aber man spürt, du bist für ihn kein Opfer, sondern ein Menscherl, an dem er sein Können zeigen kann.

Ruinieren ist für ihn, speziell für ihn, bestimmt nicht Können, sondern Versagen.

Lapidare Erkenntnis! Strohhalm?

Er ist für mich ein junger »Wörl«. So hieß der Sparkassen-Senior-Banker, der, megahilfreich über viele Jahre hinweg, mir zu meinem Immobilienbesitz verholfen hat.

Manfred Döring wird mir helfen, es nicht zu verlieren. Da bin ich mir ganz sicher.

Jetzt kenne Sie ja seinen Namen. Gehen Sie zu ihm. Nicht nur, wenn Sie Probleme haben. Er ist zwar auch ein Banker.
Aber in seinem Nadelsteifen steckt ein Mensch!

PS: aber er steckte gar nicht in einem Nadelstreifen …

Klostergärtnerei in Scheyern

Dienstag, 1. Juni 2010

♥ herr über 5000 kinder ♥

davon sind 1200 rot und ein paar tausend grün, gelbe sind auch dabei!

Auch wenn der Einstieg reizvoll ist, so ist er doch gleichzeitig falsch, denn Frank Döring ist kein Herr. Ein Mann, ein Kerl.
Für mich gehört er zu den Pflanzenflüsterern. Wie Oma Rottner in Nürnberg.
Alle reden immer vom grünen Daumen. Richtiger wäre aber, von der grünen Zunge zu reden. Irma Rottner hat mir oft erzählt, dass man mit den Pflanzen reden muss. Wer weiß denn, ob sie uns verstehen, oder nicht? Viele Leute meinen, man sei nicht ganz dicht im Kopf, wenn man das tut. Die extrem naturverbundenen Indianer sehen das anders …

Aber wir sind keine Apachen, sondern Gläubige. Wir glauben, dass Klosterbrauereien, Klostermetzgereien, Klosterwirtschaften und Klostergärtnereien, und insbesondere die der Benediktiner, besonders gut sind. Punktum, Äpfel, aus, Amen.
Ich kenne nur wenige davon etwas näher: Münsterschwarzach mit seinem Wahnsinnsbrot, St. Ottilien mit der urigfeinen Biergarten-Terrassen-Wirtschaft und Scheyern mit dem sensationellen Gärtner Frank.
 

Viele seiner Pflanzen zieht er selber, sie kommen nicht aus niederländischen Pflanzenfabriken. Man merkt dies spätestens beim Einpflanzen, wenn sie nicht gleich die Köpfe hängen lassen, obwohl die Fabrikgrünlinge meist sagenhaft bunt aufgedonnert, sehr verlockend, daherkommen. Bei seinen Knollenbegonien muss man halt warten bis zum Blütenansatz, damit sie Farbe bekennen.

Da er Tomaten, Gurken und Paprika auf klösterlichem Grund, wie eingangs schon gesagt, selbst aufpäppelt, kann man sich vorstellen, wie gut deren Früchte sind. Beinahe versteht es sich von selbst, dass die Gemüsekulturen, auch Salat, Kohlrabi, bis hin zum Kürbis, biologisch angebaut werden! Und wie preiswert. Locker bleiben da einige Cent für den Opferstock in der ehrwürdigen Basilika, drüben im Klosterarreal.

In Scheyern kommt noch hinzu, dass man nach dem vegetarischen Einkauf, überdies ein paar Paar Klostermetzgereiweißwürscht im Sack, unbedingt noch ein Kellertrübes aus der Klosterbrauerei im Klosterbiergarten hinunterfallen lassen sollte. Ein sehr schöner Biergarten. Hat mehr Charisma als die schillinggeführte Nobelausgabe am Wasserschloss in Hohenkammer. Und das will etwas heißen!

Ich meine das nun wirklich nicht blasphemisch: Scheyern ist für mich dann fast schon ein kleines Stückerl Himmel auf Erden. Insbesondere wegen der Kirche und deren Wahnsinnsgeläut!

Daten: Klostergärtnerei 85298 Scheyern, Schyrenplatz 1, Tel: 08441-84560, geöffnet Montag bis Samstag 8.00 bis 12.00 und 13.00 bis 18.00 Uhr. Samstagnachmittag ist zu. Pächter Petra und Frank Döring.

 

Avanti Möbelmarkt in Ingolstadt

Freitag, 23. April 2010

♥ nix wie hin ♥

Foto kommt

Möbelhäuser gibt es wie Sand am Meer.
Mehr in Richtung XXXXL, denn in klein, kuschelig, persönlich.
Und wenn schon klein, dann wurden sie längst von einem XXXL gefressen und dienen nur als Aushängeschild für klein und kuschelig. Der Kieferzusammenschraubgigant aus Schweden hat es vorgemacht, Mehrsogineds haben es nachgemacht.
Sicher alle etwas anders, scheinbar nur, denn sie müssen sich ja um den lukrativen Kuchen der Möblierwütigen streiten.
Wer jemals zwischen Weihnachten und Neujahr vor den Toren Augsburgs im Schränke-Betten-Küchen-Eden um einen Parkplatz gekämpft und zum Beispiel eine rustikale Eckbank für seine rustikale Ehefrau erstanden hat, der hat es geschafft – oder ist gezeichnet für den Rest seines eingerichteten Lebens – und träumt nachts schweißgebadet von einem Zweimannzelt mit Kuschel-Frau in einem Schlafsack!

Es ist fünf Minuten vor Zwölf. Gewergegebiet Ingolstadt.
Die Angestellten wuseln zu Mäggi und ähnlichen Semmel-Fleisch-Staplern. Mein telefonisch verabredetes Date (sehr freundlich, anmachend) scheitert daran, dass die Dame Hunger hatte und ich 13 Minuten zu spät kam. Welch ein Glück!
Sie hatte mich nämlich an eine Vertretung weitergereicht.
Vertretung. Welch eine unfähige Beschreibung für Susanne Baum……..
Sagen wir es so: Um dieser Frau gerecht zu werden, hätte ich, wäre ich ein Scheich aus einem der ölgetränkten Emirate, den ganzen Laden leergekauft.
So reichte es nur zu einem wunderschönen, viel zu kurzen Verkaufsgespräch in einem nicht überlaufenen Haus mit freundlichstem Personal von der Eingangstheke bis zur Warenausgabe. Einziger Wermutstropfen: Der preisliche Nachlass auf zwei doch recht angekratzte Ausstellungsstühle aus Teak zum Zusammenklappen hielt sich arg in Grenzen. Damit hat sich ihr Chef keinen Gefallen getan.

Ich hatte natürlich nur Augen für den brünetten netten Rauschgoldengel aus Fleisch und Blut mit Nasenflügelbrilli. Bestimmt nicht zum Zusammenklappen.

Ich komme garantiert wieder, wegen IHR und zwei Raben, die sich am Eingang Wasser vor die Füße spuckten.
Sie verstehen nur Bahnhof?
Hinfahren!
… mehr sog i ned …

Foto kommt