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  blaulinie

leider dürfen wir das Gutscheinbuch nicht abbilden

Gutscheinbuch, der Renner?

Gutscheinbücher ohne Ende …

Ein Paar, ein Gutschein

Eine geniale Idee, daran gibt es nichts zu deuteln: Du gehst mit so einem Buch und deiner Herzallerliebsten in eine Wirtschaft, zeigst es dem Service und schon ist das zweite Hauptgericht umsonst, wenn in dem bunten, regionalbezogenen Heft noch der Gutschein der besuchten Wirtschaft steckt. Nach drei Besuchen in etwa sind die Buchkosten von rd. 14 € locker hereingegessen!
Wichtig, das teuerere der beiden Hauptgerichte ist zu bezahlen, bei gleich teuer: Eines von beiden.

        

Eine Familie, ein Gutschein

Schon beginnen die Schwierigkeiten. Bei sechs Besuchen kamen fünf Wirte und wollten wissen, wer nun bei uns vieren das Pärchen sei, auf das sie den Gutschein abrechnen dürfen.
Wichtig: Das geht den Wirt nichts an!
Beim Zahlen fällt das zweit teuerste Gericht weg. Gibt es zwei teuerste Gerichte, entfällt eines von den beiden, wer auch immer das geschlabbert hat.
Bei uns wurde fünf mal (von 7 Tests) versucht, ein für den Wirt günstigeres Gericht wegzulassen.
Ein anschauliches Beispiel: 12 € + 11 € + 7 € + 6 € heißt die Zeche. Die 11 € sind frei, und nicht die sechs und nicht die sieben. Aufpassen, das ist unbedingt zu überprüfen.
Oder so: 12 € + 12 € + 11 € + 7 € heißt die Zeche. 12 € sind frei. Auch wenn das zweite 12 €-Gericht der Sohn gefuttert hat und nicht die Mutter! Wirtefreundlichere "Kombinationen" wie 12 + 6 € oder 12 + 7 € braucht der Gast nicht hinzunehmen! Das müssen Sie auch nicht bei der Bestellung festlegen. Wie der Wirt abrechnen muss, das steht eindeutig fest.

 

Ein 10-Mann-Kegelklub, vier Gutscheine*

Das wird kompliziert, denn wer treibt es mit wem?
Wichtig: Das geht den Wirt wiederum nichts an! Und Albert Einstein streckt die Zunge heraus!
Dabei ist es simpel, wirklich einfach.
Die Zeche von teuer nach billigst festhalten: 14 € + 14 € + 14 € + 11 € + 10 € + 10 € + 8 € + 7,50 € + 6,50 € + 6,50 €.
Hoffentlich war alles gut. Kostenlos sind die (fettgedruckten) Gerichte 14 + 11 + 10 + 7,50 €, zusammen 42,50 €, ein sattes Geschenk des Wirts. Diesen Brocken hat er von der Gesamtrechnung abzuziehen, punktum Feierabend. Dass der aber gerne einen kleineren Brocken abziehen möchte, versteht jeder. Und er fängt mit dem Partnergetue an: 14 € mit 6,50 € und 14 € mit 6,50 € und 11 € mit 7,50 € und 10 € mit 8 €. Die "Zweiten" wieder umsonst (die fettgedruckten) 6,50 + 6,50 + 7,50 + 8 €. Macht 28,50 €! Damit käme der schlaue Wirt um sage und schreibe 14 € günstiger weg! Und der Kegelklub hat 14 € weniger im Sack. Wenn dem das Wurst ist?
Niemand zwingt den Wirt bei diesen Aktionen mitzumachen, Mitleid wäre also fehl am Platz.

* gilt auch für Damenkränzchen, die aber noch weniger bereit sind, aufzumucken, die lieber schlucken?

 

An dieser Stelle gehört sich nun der Kommentar der ausgesprochen freundlichen Paffenhofener Gutscheinbuchmacher veröffentlicht. Frau Kappes schrieb an mich, weil ich mich über meine "Pärchenmacher" beschwert hatte und meine "Zahlmodelle" überprüft haben wollte:

Sehr geehrter Herr Kilian,

Ihre Berechnungen sind so in Ordnung.

Dennoch gebe ich zu Bedenken, dass die Gastronomien Ihnen mit der Teilnahme an der Schlemmerreise satte Rabatte bzw. ein Hauptgericht spendieren. Ich finde, es handelt sich um eine sehr großzügige Geste, die es sicherlich verdient, den Gastronomien Ihre Anerkennung zu zeigen. Es sollte nicht in einen Wettbewerb ausarten, wie man den größtmöglichen Vorteil für sich hierbei findet.

Der Gutscheinbuchgedanken soll den Buchkäufern aber auch den Gastronomien Spaß machen. Hierzu ist ein verständnisvoller und partnerschaftlicher Umgang miteinander unbedingt erforderlich, damit auch zukünftig dieses System funktionieren kann. Aus diesem Grund bitte ich Sie, Ihr Verhalten zu überdenken und sich in die Lage der Gastronomien zu versetzen, auch wenn Sie rein rechnerisch im Recht sind.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Kappes 

Mein Kommentar dazu: Frau Kappes will vermitteln. Sie braucht die Wirte und die Buchkäufer. Das ist ihr Geschäft. Da gegen ist auch nichts zu sagen. Nur Diskussionen beim Bezahlen vermiesen mir das beste Essen. Und wenn ein Kegelklub locker auf rund dreißig Mark verzichtet? Bei diesen Summen hört bei mir der Spaß auf. Außerdem will es nicht in meinen Kopf hinein, dass sich ein Gastronom um Spaß zu haben, an den Gutscheinbüchern beteiligt. Der will mehr Geschäft machen, und sonst gar nichts. Wenn ich 15 € für das Buch ausgebe und 50 € spare, dann mache ich wahrlich ein gutes Geschäft - aber bitte ohne nervige Diskussionen, da ist Aufklärung der Wirte sehr von Nöten.

Bei zu viel Ärger gehe ich einfach nicht mehr in diese Lokale. Ob die Wirte damit zu begeistern sind, wenn mehrere Gutscheinbuchgäste so handeln, wie ich?
Oder einfach keine Bücher mehr kaufen, freut das Frau Kappes? Bestimmt nicht.

Reden wir nicht lange herum, zu unseren bisherigen Erfahrungen

 

  blaulinie

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