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| 07-03-10 10:46 |
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Der
Wirtekreis »Bayern gastlich« von urig bis edel |
![]() Nachrichten |
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… nein, deine Suppe ess' ich nicht!
ist der Titel meines neuen Buches, in dem ich ab sofort Betriebe sammle und beschreibe, auf die der Titel zutrifft. Also ungeschminkte Erlebnisse, mit messerspitzer Feder geschrieben, die meine Les(s)er vor Reinfällen bewahren sollen. Dies hat außerdem den Vorteil, dass in Band 4 von »guat Essen & Trinken bei uns dahoam« ab sofort strengere Kriterien für eine Aufnahme gelten können. Band 4 in Farbe mit Fotos und nur mehr 111 Kapitel.
ZUR ERINNERUNG
bei Familie Wittmann
Das Gala- Menü
Gänseleberterrine im Brotteig gebacken Karotten-Ingwersüppchen ***
Wolfsbarschfilet mit Rettichgemüse
Kalbsfilet im Strudelteig,
Lauwarmes Kirschtarte mit Vanilleeis und Minze
»Gut Moierhof« 85137
Walting Familie Wittman Der für 2007 geplante Jahrestreff verlangt eineinhalb Stunden Fußmarsch. Hin und zurück. Wir feiern im Oytal bei Peter Redlich. (Es wird nichts so heiß gegessen, wie es erwandert wird.) Auf der Heimfahrt von Altomünster, noch etwas unter der Enttäuschung leidend, dass so wenige gekommen waren, kam mir eine "Couponing-Idee", damit auch ich im Trend liege: In Zukunft gibt es für jede Teilnahme eines Betriebes an Aktionen des Wirtekreises Treuepunkte, die sich als deutlicher, barer Nachlass herausstellen werden. Also gleich die erste Ankündigung: Am 30. Oktober 2006 findet die Eröffnungsgala des 8. Bayerisch-Südtiroler Keschtn-Riggl 2006 statt. Jeder teilnehmende Betrieb, der beim Rottner in Nürnberg mitfeiert, erhält 10 Aktionspunkte, die nach dem Event mit einem Nachlass auf Lizenzgebühren oder Waren eingelöst werden. In Vorbereitung: Diner délicat Ein witziger, feiner Abend ist vorbei. Etwa vier Hände voll Wirtekreiswirte (der harte Kern) feierten im
Kappler Bräu - Jahrestreff 2005 mit einem bierigen Menü der feinen Extraklasse. Schön war es. Zur Erinnerung: Spargelsalat mit lauwarmem Kartoffel-Bieressig-Dressing und einem obergärigen, leicht hefetrüben, spritzigen Weissbier ***** Krebs-Bierschaumsuppe im Reagenzglas mit Shrimpsstöpsel mit einem kleinen Pater Simon Pils ***** Gebratene Zanderfiletstreifen mit Speck umwickelt auf schwarzen Bier-Rahmlinsen mit einem kräftigen, sattgelben, hellen Kappler-Exportbier Schnitt ***** Entenbrust in Bier-Gewürz-Sosse mit Wirsingstrudel mit einem dunklen Bier, malzaromatisch und leichtfiltriert *****
Nougat-Mandel-Parfait mit Jägermeister-Bockbier-Sabayon Mein besonderes Kompliment nach Regensburg ins Kolpinghaus St. Erhard, das zu unserem Wirtekreis gekommen ist. Bei einem Jugendwettbewerb für oberpfälzer Köche und Restaurantnachwuchs belegte Florian Scherübel in der Küche den zweiten und Sabine Engel im Restaurant den ersten Platz. Immer wieder heimst Boss Martin Seitel mit seinen jungen Leute Preise ein. Die Erfolge sind also keine Eintagsfliegen. Es freut mich im Nachhinein so richtig, dass ich dieses Haus entdeckt habe. Mit Stichtag
31.12.2004 wurde der Flyer des Wirtekreises neu gestaltet. Betriebe, die
2005 ausscheiden werden, sind nicht mehr erfasst. Es wäre eine kleine Sensation, würde es klappen: Helmut Breitenlohner (Ex-Überfahrt am Tegernsee) geht in die »Fragsburg« nach Meran. Aus meiner Sicht wäre er genau der richtige Mann für das Zauberschlösschen hoch am Berg. Ein Könner, der das leidige Tellertheater nicht braucht. Auch menschlich müsste er es mit den Ortners können. Bleibt wahrscheinlich nur übrig, die finanzielle Übereinstimmung zu finden??? Sollte er dort oben köcheln, werde ich Gott und die Welt hinschicken (und mich ab und an). Daumenhalten. Kohnke und seine Tester mit den literarisch hohen Ansprüchen haben zugeschlagen. Für einige, leider auch im Wirtekreis, gab es ein böses Erwachen. Wenn ich auch manchmal mit den Artikeln nicht übereinstimme, so finde ich doch immer wieder Parallelen zu dem, was ich erlebt habe. Schade ist aber generell, dass die »einfache« Gastronomie von GM nicht mehr gewürdigt wird. Es müssen und können ja gar keine Hauben sein, aber Tipps für Esser mit einem guten Gaumen und einem leeren Geldbeutel würden der Esserbibel bestimmt nicht schaden. Obwohl, das sollten sich die stillen Genießer bei unserem »Führer« holen. Oder bei der kleinen Konkurrenz: »gusto« zum Beispiel ist recht kompetent und verdient Beachtung! Bei der wunderschönen Keschtn-Riggl-Gala im »Kastaniengarten« der Familie Diepold in Ingolstadt-Oberhaunstadt war auch Familie Wittmann vom Gut Moierhof da, wegen technischer Übermittlungsschwierigkeiten aber nicht dabei. Gregor Wittmann nahm die Gelegenheit wahr, um unsere Diskrepanzen aus der Welt zu schaffen. Das ist hiermit auch von meiner Seite geschehen. Außerdem waren
da, aber nicht dabei: Domherrnhof in Eichstätt + zum Kreutzer
Margetshöchheim. Wenn es für mich auch nicht egal sein kann, wegen der
entgangenen Lizenzgebühren und der etwas geschmälerten Werbewirksamkeit der
Aktion, so ist es trotzdem schön, dass diese Wirte mit ihren
Wirtekreiskollegen feiern wollen. Wir sind kein Verein. Eher schon eine
Familie. Und so soll es auch bleiben können. Helmut
Schwögler junior, stark von der Cross-over-Küche seines berühmten Schwagers
beeinflusst, verlässt 2005 den Wirtekreis. Vielleicht tritt er wieder ein? Das wäre doch etwas … (apr05) Herr Hagen,
HOGA-Vorsitzender in München, meinte zur neuesten, spektakulären Insolvenz
des »Otti-Fischer-zweites-Wohnzimmer« Wirtshauses
»zum Schlachthof«,
dass es in München noch immer 2000 gastronomische Betriebe zu viel gibt. Heimische Produkte bestens präsentiert, und das zu moderaten Preisen, das wäre die Richtung. Aber damit kann man sich den Mund fusselig reden. In der neuen
Ausgabe der Zeitschrift »Natur und Kosmos« steht ein hervorragend
recherchierter und geschriebener Artikel über
Tomaten.
An der journalistischen
Kompetenz des
Wolfram Siebeck
zu zweifeln, wenn er sich über Gastronomie äußert, ist schlichtweg ein
Schmarrn. Nun hat der betagte Kritiker im letzten »Feinschmecker« endlich
zur Euroumstellung bei Wirten und Winzern Stellung genommen. Wie immer
unverblümt und mit nachhaltiger Schärfe. Ich möchte dem Gesagten ohne
Einschränkungen zustimmen. Da ich eine stattliche Sammlung von Speisenkarten
aus der DM-Zeit besitze, könnte ich die mitunter ruinöse Preisgestaltung
vieler Betrieb sogar »schwarz auf weiß« belegen. Die Antwort von uns Essern
auf überteuerte Speisen und Getränke ist leider immer noch nicht deutlich
genug ausgefallen. Eine Einmaligkeit, auch im Wirtekreis: an der Luisenburg gibt es ein Refugium, schon auch Restaurant und Hotel, in dem eine Hexe eine Haube bekam. Jetzt hat das Jägerstüberl seiner zwei. Wiewohl man die Schöpfs gar nicht mit normalen Maßstäben messen kann. Also bräuchte es für die beiden Wirtsleute eine passendere Auszeichnung, zwei Kometenschweife zum Beispiel. Aber das verstünde ja wieder niemand. Da müsste man schon öfter dort oben aufkreuzen …
Noch haben ihn die
Haubenspender nicht entdeckt, dafür aber die rote Reifen-Esserbiebel
»Michelin« um so deutlicher. Wie ein Schneekönig hat sich der Franz Tanner
junior gefreut, als er die Vorstufe zum Sterndl, einen Bip, bekam. Nein,
zwei: einen für seine Kocherei, die immer irrer wird und einen für das
saugemütliche Hotel. Leuchtturm Thomas Kraus, der lustigste am Bodensee, ist seit der neuesten Ausgabe des »Gomio« gleich noch größer geworden. Um zwei Hauben! Und mit was, mit Recht. Damit könnten Neider sagen, der Wirtekreis besteh ja nur aus Feinschmeckerlokalen, da ist nichts dabei für die normal betuchte Gerngutessergilde. Das stimmt aber nicht, denn es gibt feine Lokale, solche und solche. Bei Familie Kraus kann man lachen und darf nicht leise sprechen. Mit der Katze oder der Tochter schäkern. Und ungebremst essen und trinken (Hotelbetten retten!), regional und satt edel. Wie man es gerne mag im Schachener Hof…
Es hört nicht auf! Er hat ihn
wieder. Nun können alle heiligen dreihunderttausend Könige, auch
scheinheilige, ihm folgen und dann finden sie nicht den heiligen Joseph,
sondern? Den Fonse! Über der potthässlichen Fassade am Münchner Platzl ist,
trotz dem Teil, ein Stern mit drei Hauben und siebzehn güldenen Pünktchen
aufgegangen. Die himmlischen Heerscharen hatten sich zwar zwengs der Fassad'
geweigert, dafür sind dann die Sterndlmacher der französischen Reifenfirma
eingesprungen – eh im Diridari effektiver.
Ein Regen toller Nachrichten:
Wasti Limm, Küchenchef und Wirt im Gasthaus
Limm, in Münsing, ist auch unter die Haube gekommen: eine Haube in
der neuen Ausgabe des Gaullt Millau. Da kann man nur sagen: weiter so, der
Wirtekreis kriegt bestimmt keine kalten Ohren.
Eine megaerfreuliche
Nachricht: Frau Resch, Küchenchefin in der
Hoftaferne, ist unter die Haube gekommen. Unter eine Haube in der
neuen Ausgabe des Gaullt Millau. Da kann man nur sagen: Ganz, ganz
herzlichen Glückwunsch. Auch ins Fettnäpfchen trat Familie Roßkopf, zum Deutschmeister in Donauwörth, von der man dies überhaupt nicht gewöhnt ist. Sie kamen auch einfach nicht. Zum Glück erschienen unverhofft Gäste von der Uni in Weihenstephan, die drei leere Plätze füllten. Bürger aktiv mit Frau Ferlemann hat in unmittelbarer Nachbarschaft zum Landhaus Tanner in 83329 Waging eine sensationelle Zuschauerquote eingefahren: von 3% zu Beginn bis 9% am Ende (Marktanteil). Leider eröffnete uns an diesem Super-Sommerabend der Wirt, dass er am liebsten in Berlin kochen würde. Dann müssen wir uns eine neue Wiese suchen. Die Drehhütte in 87643 Schwangau wurde arg vom Schicksal gebeutelt: Eugen Müller kocht jetzt über den Wolken ein pfenniggutes Manna. Hoffentlich derpackt das die Mausl ohne großen Schaden. Viel Arbeit soll es geben, damit sie leichter darüber wegkommt. Und die Pferdl wern's scho richten ... Gut Deutenhof in Bad Abbach - Lengfeld verläßt am 31.10.03 den Wirtekreis und kommt am 02.01.04 als Gasthaus Waldhorn zu Bebenhausen (Tübingen) wieder dazu. Zur Vorabinformation um welch ausgezeichnete Sterne-Adresse es sich handelt: www.waldhorn-bebenhausen.de 72074 Tübingen, Schönbuchstr. 49, Tel.: 07071-61270.
Die Hotelcooperation »City Line & Country Line CCL« von Frau Barbara
Zimmermann soll vor dem Aus stehen. Der Insolvenzantrag wurde gestellt. Fast
nicht zu glauben. Da waren doch viele sehr gute Häuser vertreten. Im In- und
Ausland. Aber es gab reihenweise Austritte in letzter Zeit. Die
CCL-Geschäftsführerin will aber in modifizierter Form weitermachen. Wer hat
dazu etwas zu sagen? Informationen bitte an |
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