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| 07-03-10 10:46 |
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Roter Hahn
Rote Hahnengasse 10 |
keine Fotos: |
Oberpfalz moderner Genuß
Wirt: Fam. Schmidt Tel: 0941-59509-0 |
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Vom Dom winkelte ich mich westwärts durch romantische, enge Altstadtgassen zum rostroten, renovierten Haus mit vierhundert Jahren Tradition. Selbstsicher tritt die junge Wirtsfamilie auf, trumpft mit ihrem hausgemachten Rainer Lorber in der Küche. Nach ein paar Jahren Auslandspflicht, begeistert er jetzt mit grundsoliden, aber auch interessanten Kreationen seine zunehmende Anhängerschar in einem modernen Ambiente. Der hohe Raum bietet eher die Akustik einer Bahnhofshalle. Hinter kunstvoll gestalteter Brüstung brilliert eine helle Galerie. Luftig ist bestuhlt, in Zoroschwarz gleitet der Service zu den Gästen. Stefan zeigt mir die Garderobe. Noch ist nichts los, warum nimmt er mir meinen Anorak nicht ab und hängt ihn auf? Es hätte dem Haus fast die Krone genommen. Die Speisenkarte zeigt sich sehr übersichtlich. Im Februar gibt es zum Stammangebot eine Valentinsmenü, sechs Gänge für 42 €, mit Aperitif und Wein kostet es 57 €. Nicht eine Kreation, die mich nicht interessiert. Fastenzeitbegleitet von Mineralwasser im Kühler, was es Meister Lorber nicht leichter macht. Gerade rauscht tiefschwarz die Wirtin mit kurz angedeuteten Honneurs durch die heilige Halle. Das amuse gueule, ein Gruß aus der Küche in Gestalt von Mozzarella mit Cherrytomaten wirkt ebenso oberflächlich, wie Monikas Huscher. Doch dann folgen nur noch Pauken und Trompeten. Gebratenes Rinderfilet an Salatbouquet, Himbeervinaigrette ist ein reizvolles Geschmacksspiel zwischen lauwarmem, zarten Fleisch, reichlich, und feiner Dressingsäure. Sensationell schmeckt die Suppe in der farbigen Henkeltasse , Rotkohl-Zwetschgensüppchen mit Apfelchips. Ich liebe diese frechen Formen feiner, neuer Regionalküchen, die sehr wohl auf jedes Tellerikebana verzichten können. Fast romantisch wirkt auf mich das Ragout von Hummer und Garnele im Blätterteigherz. Ein traumhaftes Sößchen und knackiges Seeviecherlfleisch demonstrieren Können und Sorgfalt der Pfannenrücker. Da darf dann sogar ein Sorbet von Birnen und Rosenblüten in der Hauptsache nur kalt sein. Außerdem zelebrierte Lorber einen absolut übererzeugenden Fleischgang: Mit Kurpflaume gefülltes Schweinsfilet auf Cognacsauce, Gnocchi muß ich meinen Lesern ans Herz legen, ans Blätterteigherzerl. Meines Wissens helfen Kurpflaumen beim Verdauen. In Anbetracht dieser gutgemeinten Wohltat für meine Innereien denke ich mir überhaupt nichts mehr beim süßen Finale, bei einem Waldfruchtparfait mit Vanilleschaum nebst winterlichen Früchten, wie Füsalis und Sternfrucht. Da im Roten Hahn eine stattliche Anzahl bezahlbarer Flaschen das Genießen deutlich steigern könnte, werde ich wieder kommen und auch übernachten. Bis der Hahn kräht – oder später! |
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| 09 | ||||||
| 2004 | ||||||
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Mühltalhof
Haus 6 |
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Österreich/
edel
am
Wirt: Fam. Rachinger Tel: 0043-7282-6258 |
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Im Sauwald bei Passau schneite es an diesem tristen Novembersonntagmittag bereits heftig. Wieder ein Jahr vorbei und ich hatte es nicht geschafft, die sommerlichen Trumpfkarten der Familie Rachinger zu verkosten. Die da sind: das romantische Wandertal der Mühl, die Terrasse zum schwimmbar aufgestauten Bach mit einem der hervorragenden Weine aus Österreich im Glas, Helmuts Haubenküche vor sich und die Seelenslowmotion in sich. Nein es regnete und war nasskalt. Wie bei meinem letzten Besuch. Die Rezeption bestand noch immer aus einem künstlerisch zersägten Baumstamm, das feine Restaurant gehört inzwischen den Nichtrauchern und Bernadette gehört noch immer ihrem Mann, Mama Burgi kümmert sich noch immer gerne um den Wein und zunehmend um die Kinder. Fehlt noch eine in der erfolgreichen Riege. Umsichtig, kompetent, im dezenten Kostüm, die bekannte Wuschelfrisur, der Schalk scheint etwas zurückgenommen. Hanni Rachinger. Aber ihr feines Lachen hat sich nicht geändert. Die Speisenkarte auch nicht. Das Aussehen der Weinkarte könnte ein facelifting vertragen. Mein einziger Kritikpunkt. Halt, die raunzige Schrammelmusik aus dem Lautsprecher ging mir fast auf den Keks. Selbst der Wechsel auf Klassik beim Hauptgang konnte mich nicht überzeugen. Dabei wollte ich doch gar nicht kritisieren. Schon das Gedeck (2,20 €) mit dreierlei Aufstrichen: Mühlviertler Erdäpfelkas mit Leinsamen, Sesamdip mit Balsamico und Forellentatar mit Paprika begeisterte mich gewaltig. Bernadette strahlte. Ich auch. Dann wurde es ernst, das Menü (48 €) begann mit einem optischen Triumph, mit Sellerieblattln auf Walnusspesto mit Wildschweinrohschinken. Ein paar Radln schwarze Nüsse, die Helmut Rachinger selbst einlegt, gab es als Genuss-Deko. Eine absolute Rarität. Ich mag Sellerie überhaupt nicht – und habe aufgegessen. So einfach ist das. Bei der Maroni-Rotweinsuppe mit Zimtcroutons musste ich mich zügeln, denn mir schwante, dass da noch einiges kommen würde. Zum Beispiel der beste Fischgang der letzten Testerjahre: Mariniertes Welsfilet mit Soja und Sesamöl auf sautiertem Chinakohl. Bestimmt schwamm der Flossler freiwillig in Rachingers Küche, damit ihn der Regionalproduktefreak raffiniert zubereiten konnte. Da wächst schon mal auch Soja und Sesam im nahen Schlägl … Spaß beiseite, Has’ herbei. Wildhasenpfeffersteak auf getrüffletem Erdäpfelkohl; da bat ich, das Öl wegzulassen. Es tat dem hervorragenden Fleischgang nicht den geringsten Abbruch. Trüffel ja, flüssig nein! Wundervoll die Kohlteilchen im deftigen Kartoffelbrei. Eines der beiden Steaks war etwas fester. Na und. Zwetschgenröster mit Holunder zum Karamelisierten Birnenschmarrn. Ich bin fertig. Na und. Bis zum Sommer!! |
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Wie man hinkommt? Von Linz
über die schnelle 127 in 30 Kilometern nordwestlich nach Neufelden. Von
Passau über Wegscheid und Rohrbach nach Neufelden, 75 km. Ruhetag: Sonntagabend, Montag, Dienstag (November 04) |
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La
Passion
Sankt-Nikolaus-Weg 5 |
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Südtirol beim feinsten Nikolaus
Wirt: Fam. Kerschbaumer Tel: 0039-0472-868595 |
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Vier bis fünf Tische hat’s in der
urigen, dezent dekorierten kleinen Bauernstub'n. Sofern man sie überhaupt
findet, denn der unauffällige, etwas versteckte Hauseingang verwirrt. Oder
war ich vor Vorfreude vielleicht schon etwas benebelt? Wer in Obervintl leiden will, sollte unbedingt rechtzeitig reservieren. Sonst geht dort fast gar nichts. Leider. Summa summarum (Latein): Guit und ginui und foscht no mitebikemm! (= altes Pustertaler Sprichwort: Gut und genug und fast noch was mitgekriegt)Manchmal liebe ich es richtig, zu leiden … FSR |
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Wie man hinkommt? Von der
Brennerautobahnausfahrt »Brixen-Nord« Richtung Bruneck ins Pustertal. In
Vintel (15 km ab der AB ) zum Ortsteil Obervintl und dort zur St.
Nikolaus-Kirche, dann vor der Tankstelle südöstl. den Berg etwas hinauf. Ruhetag: Montag (August 04) |
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Domherrnhof 85072 Eichstätt |
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Oberbayern fein
Wirt: Fam. Waldmüller Tel: 08421-6126 |
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Obwohl der
wuchtige Willibaldsdom an diesem Samstagnachmittag wieder mit großem
Hochzeits-Geläut in die edlen Barockräume des Domherrnhofes hineintönte,
werde ich dieses Mal bei der Beschreibung des Altmühltaler
Feinschmeckerkleinods auf ihn verzichten. |
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Wie man hinkommt? Von der A9 »München-Nürnberg« Ausfahrt »Ingolstadt-Nord/61«
westlich über die B13 gut ausgeschildert zum Eichstätter Dom, ca. 27 km
ab der AB. Ruhetag: Montag (September 04) |
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Helener
Pichl
I-39010 |
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Südtirol
speckhimmel
Wirt: Karl Laimer Tel: 0039-0473-78139 |
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Wolken, Lupinen, Heidelbeeren,
Tannenzapfen, ferne Gletscherfelder, vom nahen Kirchturm St. Helena schlägt es wohltönend
zu Mittag. Ein paar Mücken tanzen in einem Sonnenstrahl, der durch Bäume
auf einen obelixen Natursteintisch fällt. Dazu als Sitzbank ein silbergrauer, verwitterter, gebogener
Baumstamm. Jetzt sind Sie bereit für den Karl Laimer.
Ultner Bauernsohn, vogelwilder
Bergsteiger, Marathonman, Koch, »Hüttenwirt« und jede Menge Mensch. Jetzt sitzen Sie im
Garten seines Gasthofes, vor sich eine Leberknödelsuppe (3,50 €),
oder, weniger bayrisch, eine Speckknödelsuppe (3,50 €) und alle
ihre Probleme bekommen die Größe von Gartenzwergen. Oder von, passender,
Wahnsinnsknödeln. Klar, der drahtige Bursche macht die kindskopfgroßen Kugeln
selber, perfekt gewürzt, in feinster Brühe, doch den Sankthelenabichlgeschmack
verleiht ihnen die Natur rundherum. Und die Strahlen. |
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Wie man hinkommt? Von der A22 »Bozen-Meran« Ausfahrt »Lana«
durch Lana durch, ins Ultental hinauf, nach St. Pankraz gleich rechts,
ausgeschildert mit St. Helena, mitunter kühn, doch gut beplankt, den Berg hinauf,
bis der Teer aufhört; jetzt parken und auf der Forststraße fast eben in 20
min zur Kirche; ca. 25 km ab der AB. Ruhetag: Montag Juli 04 |
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Schloss Hallburg 97332 Volkach |
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Unterfranken rustikal-fein
Wirtin: Karin Molitor-Hartmann
Tel: 09381-2340 |
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Noch bevor ich
überhaupt etwas Genaueres von der Hallburg gesehen hatte, hörte ich von der
bildhübschen, wirtelnden Ex-Deutschland-Volkach-Weinkönigin in zutiefst
fränkischem Gemäuer am Mainweinhochufer. Sogar der behäbige Fluß soll dort
umgekehrt sein, damit er das dunkelhaarige Wesen ein zweites Ma(h)l
anschmachten konnte. Und was mache ich mit so etwas? Ich fahre trotzdem hin
und sülze! |
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Wie man hinkommt? Ganz einfach:
Von der A3 »Nürnberg-Würzburg« Ausfahrt »Kitzingen-Schwarzach / 74« Richtung
Volkach, kurz davor links den Berg hinauf, ca. 11 km. Ruhetag: Montag + Dienstag im Winter (XI-III) (Juni 04) |
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Mehl 92318 Neumarkt |
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Oberpfalz edel
Wirt: Fam. Siermann-Mehl
Tel: 09181-2920 |
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Spätestens seit der
Landes-Gartenschau ist Neumarkt im Eck zwischen Oberpfalz, Mittelfranken und
Oberbayern ins Bewußtsein so mancher Genießer gerückt. Als Ex-Amberger kannte
ich natürlich die umtriebige Stadt mit ihrem weltbekannten
Bahnschwellenhersteller schon längst. Mit der Gastronomie dort bin ich
allerdings kräftig auf die Nase gefallen. Die Stachel »Oberer Ganskeller«,
»Tiroler Hof« und »Meier« in Hilzhofen stecken immer noch tief, weil auch das
Zwischenmenschliche auf der Strecke blieb. Liegt es an mir? Hoffentlich nicht.
Die neuesten Erfahrungen mit Wottke vom W1 und jetzt mit dem Restaurant »Mehl«
haben mich deutlich beruhigt. |
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Wie man hinkommt? Ganz einfach:
Von der A3 »Nürnberg-Regensburg« Ausfahrt »Neumarkt / 92« westlich Richtung
Stadtmitte in die Amberger Straße und der Beschilderung »Altstadthotels«
nachfahren, 4 km. Ruhetag: Sonntagabend + Montag (April 04) |
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Restaurant + Hotel 93413 Chammünster |
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Oberpfalz urigfein
Wirt: Fam. Hunger
Tel: 09971-89270 |
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einen Knödel. Und viele
Preiselbeeren. Und Steinpilzln. Und edle Tropfen. Und ehrlich urig währt am
längsten. |
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Gardena
I-39046 St. Ulrich
0039-0471-796-315 |
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Südtirol edel
Wirt: Hugo Bernardi |
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Degustationsmenü
HALLELUJA Danke! (Liebe Surfer,
bitte verzeihen Sie mir den fehlenden Bericht. Ich werde üben, üben, üben, damit
ich eines schönen Tages vielleicht die adäquaten Worte finde, um Armin
Mairhofers einmaligen Kochkünste richtig beschreiben zu können) Menüpreis: 52 Euro * Armin Mairhofer wurde in St. Ulrich geboren und kocht nun nach seinen Reisen um die Welt seit Frühsommer 2003 im neuerbauten Hotel Gardena/Grödnerhof für dessen Gourmetrestaurant »Anna-Stuben«. |
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Bild kommt nn |
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nach dem Ortsumgehungstunnel,
aus dem Eisacktal kommend, zweite Brücke rechts über den Grödnerbach. Ruhetag: Montag und mittags (Oktober 03) |
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