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| 07-03-10 10:46 |
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Halleluja 1 |
…
weil einfach
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zu Halleluja 2 |
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Kupferpfandl
Stögergassl 3
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Österreich
gassl mi
Wirte: Erika Krammer und Thomas Hager Tel: 0043-7712-2033 |
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gold
an der silberzeile |
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Mir hat, vor
knapp dreißig Jahren, ein Passauer Wirt gesagt, das Beste am
Bäderdreieck sei Schärding. Damals war der für mich einfach nur neidisch.
Aber gerade die Bewohner der attraktiven Dreiflüßestadt hätten das doch am
allerwenigsten nötig gehabt.
Zeitsprung Die
Gaumen-Enttäuschungen
der Jahreswechseltage 08/09 mussten getilgt werden. Das kann nur einer:
Thomas Hager.
Nur so nebenbei: Das Bonsai-Herdchen ist
ins Restaurant integriert, nichts geht mit doppeltem Boden. Der Duft der
Wahrheit ist permanent riechbar! Und macht Hunger!!
Carpaccio vom Jungrind mit
Paprikavinaigrette und frischem Parmesan. Schlicht und ergreifend
formuliert. Ansprechend angerichtet. Fantastischer Genuss. Bestes Fleisch,
natürlich nicht kühlschrankkalt, hauchfein das Dressing mit wenig Balsamico
gesüßt, sonst fruchtiger Paprika mit etwas knackfrischem Salat.
SinnviertelBäder3ecksKönig. Halleluja!
♣Thomas, ein
herzliches
Dankeschön. Bis zum nächsten Mahl, bitte aber ein paar Sekunden mit Erika ♣ |
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In Schärding (südl. Passau)
zum oberen Ende, dem erhöhten, des Stadtplatzes mit der »Silberzeile, dort
noch vor dem Linzer Tor südwestlich Richtung Inn über die Innbruckstraße in
eine kleine Seitengasse rechts. |
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Fragsburg
Fragsburgstraße 3
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Südtirol kopflose witwen
Wirt: Familie Ortner Tel: 0039-0473-244071 |
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jugend donnert alter
in den abgrund |
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Daniel köpfte einige Witwen. Für eine Rentner-Geburtstagsfeier. Altersmäßig
hätte ich sogar dazu gepasst. Aber nicht standesmäßig, klamottenmäßig und brieftaschenmäßig
schon überhaupt nicht. Aber irgendwo hängt mein armes Herzerl halt an der Fragsburg und ihrem atemberaubenden Ambiente.
Halleluja schon beim Gedeck (3,00 €)? Das kann doch nicht sein? Doch, der Brotkorb hing quasi in den Wolken: himmlisches Manna, täglich zweimal frisch in sechs Variationen: megageil: Pan carasau, italienisch Carta di musica, also ›Notenpapier‹, ein hauchdünnes, knackiges Hirtenbrot (da schmeiß ich glatt jede indische Linsenwaffel in die Passer), Schüttelbrot, Grissini (obergeil!), Fladenbrot, weiße Schneggelen, Kartoffel-Majoran-Baguette und Sauerteig-Speck-Zwiebel-Weggen (tiefgeil) mit gesalzener Bauernbutter, einem feinen, kräuterigen Käseaufstrich (geilgeil), Olivenöl und eine dunkle, hawaianische Tunke, deren Namen ich vergessen habe. Halleluja also, bevor es überhaupt los ging.
Als amuse gueule brachte Restaurantchef und Sommelier Daniel Grassl, ein
pfiffiges und hallelujamassiges Innsbrucker Bürschchen ein
Tafelspitzsulzerl in der Espressotasse mit einem hervorragenden
Bonsai-Meerrettichnockerl obendrauf, Pfifferlingssalatchen und gekonnt
live theatralisch aus dem glänzenden Kännchen getropftem, steirischen Kürbiskernöl. Das sind
Begrüßungen! Das ist ja Lohengrin in Meran. Bayreuth ade!
Das Zwischensüppchen, Rehkitzconsomme mit Tomatenconcasser und kleinem Preßknödel vom Algunder Graukäse (liest sich so, wie es schmeckte) servierte ein weiteres, sehr sympathisches Mannsbild in einem wunderschönen Teller und gibt mir so die gute Gelegenheit, die perfekte Geschirrwahl besonders herauszustellen. Der glasundporzellanene Theaterdonner scheint in der Fragsburg passé zu sein. Halleluja!
Danke Jungs für die schönen Stunden. Und Glückwunsch zum ins Klare mutierten, frischen Jagdschlösschen. Schade allerdings, dass ich dem SeniorAlexander nicht einmal die Hand schütteln durfte. Heiße halt nicht Luigi Veronelli! Trotzdem: Halleluja! |
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Von der Mebo »Bozen–Meran« Ausfahrt
»Meran Süd« nordöstlich Richtung Schenna, nach dem Botanik-Schloss
Trautmansdorff rechts, Richtung Labers, daran vorbei, südlich nun 5 km
aussichtsreich den Berg hinauf. |
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Oberlechner
Haus 7
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Südtirol Genuss für meine Seele
Wirt: Peter + Sabine + (Maria-Theresia) Tel: 0039-0473-448350 |
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paradies für leib und seele |
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Fünfhundert Meter, Höhenmeter, über Meran, am Südhang der Texelberge, im Oberlechner von Vellau, am gewitterschwangeren Abend, hätten Sabine und Peter Gamper dem Hidalgokoch Miragoli das Fürchten gelehrt, wäre er bei meinem Abendessen dabei gewesen. Aber bis hier herauf ist es weit, serpentinig und nur zwei Handvoll Feinschmecker passen auf den klitzekleinen Balkon. Bei weniger monsunigem Wettergebahren tischt man zusätzlich auf der Rustikalterrasse auf, damit ein paar Glückliche mehr in den Gampergenuss kommen können. Und dieser Genuss ist auch beim Trinken ungeschmälert, wenn man beide einfach nur machen lässt. Die gebürtige Terlanerin Sabine hat sich inzwischen zu einer Sommelieuse gemausert, die ihrem Heimatort alle Ehre macht. Sie kann natürlich mengenmäßig nicht annähernd an die beiden Keller von Kohlern und Burgstall heran, aber was ihr an Flaschen fehlt, macht sie mit leicht verstecktem, herzlichen, echten Charm locker wett. Kongenial empfiehlt sie die richtigen Tropfen zu den sensationellen Herdzaubereien ihres Mannes. Überdies steuert sie, gar nicht selten, sogar Kleinigkeiten zum Menü bei, die einfach großartig sind. Was selbst eingefleischte Stammgäste meist nicht wissen, da sie kein Aufheben von ihrem Können macht. Sie ist eher eine »Stade«. Und ihn kriegt man sowieso kaum aus der Küche heraus. Wenn ich jetzt die einzelnen Gänge nur beim Namen nenne, dann ist das keine Faulheit, sondern nur Unvermögen, sie adäquat zu beschreiben. Am einfachsten ist es, hinfahren und genießen. Aber vorher anrufen, unbedingt. So der Tanz beginnt, in Bozen hängt ein sauberes Gewitter und liefert die vorzüglich passende, theatralische Kulisse.
Vellauer Käse mit Mango, Tomaten, Bauernbrot und Salat.
Carpaccio von der Kalbshaxe mit Kartoffelpürree und Bierradi mit Brunnenkresse hätte mit einem kleinen Weißbier sicher noch besser ausgesehen, aber mit Hopfenstoff kann Südtirol nicht dienen. Was aber nun wirklich kein Manko ist!
Das Pfifferlingssüppchen mit gefüllten Zucchinblüten und Petersilienchip begleitet ein handfestes Donnergrollen, wie es ein Winkler, Haas oder Harald Wohlfarth niemals hinkriegen, denn da braucht es die rechte Höhe, damit der Draht nach oben nicht zu lang ist.
Wenn Peter Gamper eine Schokoladenseite hat, dann ist die wild, vogelwild, geschmacksgeil: Hirsch im Nußblatt, Erbspürree und Kirschen. Nirwana! Nirwana! Sabine haut in die gleiche Kerbe: der Rote aus ihrem Terlan, ein Lagrein Porhpyr, Riserva 2003, violettroter Wahnsinn! Ja bin ich besoffen? Sabine haut nicht. Nie. Das Mädl beruhigt mein aufgewühltes Inneres, besänftigt das Donnergrollen mit Sabines kalter, klarer Tomatensuppe mit frischen Sommerbeeren und Limonensorbet. Dazu eine Beerenauslese vom Weingut Angerhof am Neusiedlersee: Tschida, Sauvignon blanc, 2005 von Hans Tschida aus Illmitz.
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Von der Mebo »Bozen–Meran« Ausfahrt
»Algund« im westlichen Algund Richtung Mitterplars und Oberplars, dann nach
Vellau, zur Spitzturmkirche und schon sind Sie da. |
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Gasthof zum
Maurerwirt
85293 Langwaid
08137-809066
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Oberbayern da Wahnsinn
Wirt: Georg Grimm |
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ein
wunder geschah |
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Der Volksmund ist ja nicht blöd. Er sagt: »Etwas Besseres
kommt nicht nach«
Schluss mit lustig, jetzt wird es ernst.
Dann geschah das Wunder. Eine junge Crew eröffnete an einem Freitag, den 14.09.07 (haarscharf daneben, Gott sei Dank) ein Restaurant nach urfranzösischem Vorbild, das da heißt: ein abgelegenes Kaff, drei Häuser und vier Bauern, saugut kochen und köstlich trinken, wertvolle Preise (raffinierte Formulierung!) und perfekter Service in kuscheligem oder gestyltem Ambiente. Einen Tag später saß ich in dem noch schöner gewordenen Restaurant (Dank des Wirtes Schwesterherz Evi Grimm), weil mir Kristian im Service aus dem Stand sehr sympathisch war. Der Bursche ist auffallend agil, was von seiner eigentlichen Berufung kommt: er ist Torwarttrainer beim DFB. Das treibt er Montag bis Mittwochmittag, dann trainiert er die Landkreisbevölkerung von Pfaffenhofen. Bitte mit viel Erfolg!
Die Küche grüßte mit einem Amouse bouche, einem fast liebenswürdigem Rechtschreibfehler. Auch inhaltlich stand es falsch in der Karte: (Kleiner Gruß aus der Küche). Bevor ich lange herumerkläre, richtig muss es heißen: amuse bouche und (Großer Gruß aus der Küche).
Was ich da zum Auftakt vom formschönen, weißen Porzellan
aß, saß: Halleluja!
Beim nahezu glückseligen Genuss der Triologie vom Lachs konnte ich, feinsinnig, wie ich bin, ablesen, dass der Koch frisch in eine Österreicherin verliebt sein muss. Weil wir schon dabei sind: Trilogie nicht Triologie, heißt: griech. trilogia, drei selbstständige, aber thematisch zusammengehörende, eine innere Einheit bildende Köstlichkeiten. Meine Klugheit schmerzt mitunter. Die Lachs-Trilogie beurteilt: Halleluja! Trotz Liebe …
Nudelfleckerl mit Rotwein-Kaninchen-Ragout deutet doch schon wieder auf unsere alpinen Nachbarn hin, oder? Den wohlproportionierten Teller hat der Koch extra um sein Gericht herumgebastelt. Nur Kristian hat mir kein Soßenlöfferl gebracht. Ein glattes ElferFaul (hinterfotzig falsch geschrieben) im Sechzehner. Wehen Herzens blickte ich dem köstlichen Sößchen nach, als er es in die Küche zum Spüler trug. Entsetzlich. Wertung: Halleluja.
Wir nähern uns dem Hauptgang Gefüllte Perlhuhnbrust mit Basmatireis und Pfifferlingen. Wegen Soßenmeckerns im Nudelgangerl wurde ich nun mit fast vollständiger Abstinenz von Flüssigkeiten der reduzierten Art bestraft. Weil ich mein neunmalkluges Mundwerk immer nicht halten kann. Am künstlerisch wertvoll arrangierten Essgemälde fehlte mir außerdem eine sienasepiabraune Hautfarbe, die sich bei satterem Braten des Edelhühnchens einstellt. »So Herr GrimmLange, das ham sie jetzt davon«. Meine Beurteilung: angekratztes Halleluja, von Kristian aber locker ausgebügelt.
Zum Dessert Maurerwirt Dessertvariation sang Dean Martin Domenico Modugnos Welthit »volare … oh, oh! … cantare … oh, oh! nel blu dipinto di blu felice di stare lassù« so innig und passend, als säße er am Nebentisch. Der bei diesem Edelschmalz zum Händchenhalten überging. Nix Händchen für mich, dafür eine Wahnsinnsüberraschung: Banyuls!!!! Ätsch, nicht am Nebentisch, sondern bei mir. Kristian besitzt sogar einen 1988 Réserva aus dem Languedoc, der fast zum Dessert zu schade ist. Lieber zu Hummer, Languste oder wildem Edelwild. Ein reiner Liebhabertropfen. Man muss ihn mögen, aber dann!
Zum Abschluss die Gesamtwertung: Halleluja
Der Maurerwirt hatte mich so gut drauf gebracht, dass ich bei 7,5 Grad betont langsam mit offenem Verdeck unter den NichtMichelinSternen zum leeren Bettchen fuhr. Nix Händchen. Man kann nicht alles haben.
Danke.
Welche der sieben Zeilen am Anfang ist blanker Unsinn?
Wir haben unseren eigenen Tipp befolgt, leider, und waren mit Familie wieder da Sonntag, 23.09.07
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amuse
bouche
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Von der A 9 München-Nürnberg
bei Allershausen (Nr.: 67) herunter und westl. (ST 2054) zur B 13. Auf der
nördlich (Ri. Ingolstadt) bis Reichertshausen, dort am Maibaum westlich
Richtung Hilgertshausen (ST 2337) und im Ort Lausham rechts, leicht
ansteigend dann durch Haunstetten ins nahe Langwaid, ca. 18 km ab der Autobahn. |
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Auberge la
Fontaine
F-84210 Venasque
0033-490660296
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Frankreich himmel
Wirt: Fam. Soehlke |
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hummerbild |
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Wir kamen an einem sonnenlosen Sonntag vom
tourismusschwangeren Gordes, staunten auf das lavendelblütenlose,
romanischstrenge Sénanque hinab und kurvten vaucluseaufregend durch das wilde
Kurdistan in Richtung Venasque. In den grauen Felsenschluchten ahnten wir Kara
Ben Nemsi, vermuteten hinter der nächsten scharfen Kurve sein Pferd Rih, an der
Zügel Hadschi Halef Omar, und erreichten ohne Überfall das theatralische
Herzeigedorf auf seinem Felssporn. Langsam schlichen wir geduckt ins Zentrum.
Old Trüffelhand stand unbeweglich in seinem steinalten Wigwam am wasserlosen
Brunnen, den Blick in eine unendlich ferne Rente gerichtet.
Abendessen. Old Trüffelhand versuchte uns mit Sommertrüffel zu betören, was nicht gelang. Seine Indianertricks zogen nicht. Beim mitternächtlichen Feuerwasser und einer geteilten Friedenspfeife kroch er ein wenig aus seinem Wigwam, der Christian Soehlke. Er tanzte sich in Trance, faselte wieder von Sommertrüffeln und auch von bretonischen Hummern. In der Provence! Nicht wirklich! Er holte die Mandoline heraus – und hatte uns am Wickel, vor allem MarothonGeorg, auch »Schorschl« genannt.
Der übernächste
Abend, nachdem wir den weißen Zauberberg Ventoux zur Anrufung des blauroten
Methusalems aufgesucht hatten … … es war
vielleicht das letzte Mahl. Medizinmann Manitou hatte uns erhört. Es sollte
eines der ergreifendsten werden. Wir hingen an
seinen Lippen …
Christian wusste, dass ich diesen sonderbaren, herbsüßen Wein aus dem Süden von Collioure, vom kleinen Ort Banyuls sur Mer, so gerne mag.
Chronistenpflicht: Dieses unvorstellbare Genießermenü kostet 48 Euro. Unseren großen Trüffelfrieden feierten wir traditionell mit einer goldbraunfarbigen, weichen, cagnacähnlichen Apachin, mit einer Vieille Prune aus dem Zelt des elsäßer Betrtrand in Pfaffenhoffen.
Von Marseille nach Venasque ist es eine gute Stunde auf einem Schimmel-de-Renault. Fliegen ist bezahlbar geworden. Old Trüffelhand wird eines alten Tages seinen Wigwam für immer verlassen, und dann? Nicht lange herumfragen, anrufen und hinfahren. Ca suffit.
Ich schrieb diesen Bericht nach drei Apachinnen. Vous entendue? |
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Ventoux
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Von der Autobahn
Marseille-Lyon bei Avignon herunter, nach Carpentras und, gut beschildert,
nach Venasque. Dort am Brunnen. |
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Fragsburg
Fragsburgstraße 3
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Südtirol siebte himmel
Wirt: Familie Ortner Tel: 0039-0473-244071 |
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reinigendes gewitter |
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Am Südhang des mächtigen Texelgebirges hatte ein beinahe sympathisches Gewitter (schon wieder) die drückende Schwüle aus den Meraner Lauben geblitzt und gedonnert. Wohl geschützt saß ich auf dem Hotelbalkon in Vellau (siehe unten) und genoss das Naturschauspiel in vollen Zügen. Vor der Fragsburg, am gegenüber liegenden Hang, verbarg ein grauer Regenschleier die Sicht. Doch mit jedem Donner verstärkte mein Magen knurrend die Lust hinüber zu fahren, um Hallers Küche näher kennen zu lernen. Wirt Alexander Ortner hatte mir den jungen Mann aus dem naheliegenden Passeier Tal im vergangenen Jahr als große Hoffnung präsentiert, nachdem er mit Sterneinhaber Miragoli nicht handelseins geworden war. Hallers Auftakt hatte mich damals beeindruckt und aus dem Stand für den geradlinigen Burschen eingenommen, und das nicht nur wegen des Essens. Kurz nach Acht saß ich auf der weltberühmten,
adlernestigen Balkonterrasse (Foto oben) und überzeugte Nicole aus Oberösterreichs
Schärding, dass es im Restaurant nicht einen noch so schönen Tisch geben kann,
der mit dem luftigen Freisitz mithalten könne. Heute Abend hätte der Wirt, den
ich nicht zu Gesicht bekam, auch seine Gattin nicht, leider, für diese Luft
glatt einen Euro verlangen können. Tat er nicht, dafür kostete das Gedeck 2,50
€. Doch was für ein Gedeck. Exzellente Brotvielfalt, hausgemacht, Spitzengrissinis, mit Vinschgerln zum Beispiel, die sogar mein marodes
Rentnergebiss mühelos knacken konnte, mit einem traumhaften Aufstrich, cremige
Zitronen-Thymian-Streichelei und ein ungewöhnlicher Artischockenkuchen.
Halleluja. Blitzschnell rettete mich Nicole mit intensiver,
sinnlicher Mund-zu-Mund-Beatmung, so dass ich einen Schluck Wein versuchen
konnte. Das ließ ich dann aber lieber sein, falscher ging es nicht. Ich habe dem Alois das Rezept für Oberpfälzer Fingernudeln verraten. Vielleicht baut er die eines Tages ein? Wir ratschten bis fast vor Mitternacht, ständig durch fulminante Sauereien seines Patissiers Florian gestört. Finale: Zwei Pralinen mit RoibuschTee (beinahe so bekömmlich wie Verveine) und einem Likör von Limoncello, vor der Rechnung. Alois, vielen, vielen Dank an Dich und Deine Mannschaft. Halleluja. Mit Peter I. Tschajkowski, ganz laut, fuhr ich offen langsam nach Meran hinunter, beschallte den einschlafenden Kurort und kurvte drüben wieder hinauf. Sternstunden in einem Land, das oft fast nur aus siebten Himmeln besteht. |
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Trilogie
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Von der Mebo »Bozen–Meran« Ausfahrt
»Meran Süd« nordöstlich Richtung Schenna, nach dem Botanik-Schloss
Trautmansdorff rechts, Richtung Labers, daran vorbei, südlich nun 5 km
aussichtsreich den Berg hinauf. |
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Oberlechner
Haus 7
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Südtirol Genuss für eine Seele
Wirt: Peter + Sabine + Maria-Theresia Tel: 0039-0473-448350 |
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für eine wackelige seele |
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Von Gewittern rundummadum fuhren wilde Windböen in die beiden Sonnenschirme auf der klitzekleinen Feinschmeckerterrasse des Oberlechner in Vellau. Tief, ganz tief drunten versank Meran im frühen Abendschatten und legte seine glitzernden Perlenketten an. Sabine, immer etwas cool agierend, doch ganz herzwarm, kredenzte mir als Auftakt zu einem Seelen-Menü einen sensationellen Gewürztraminer aus ihrem Heimatort Tramin: Lunare 2005. Mit jedem Schluck begeisterte ich mich einmal mehr an ihrer profunden Weinkenntnis. Und immer mehr an ihren Kochkünsten. Denn sie kann das Pfanndeln nicht lassen, schaut der Johanna Maier in Filzmoos und dem Schuhbeck über die Schultern. Und kocht sie eines sehr schönen Tages alle an die Wand. Auch ihren Mann. Ihre Desserts und kleinen Frechheiten, gepaart mit Peters raffinierter Direktheit begeisterten auch den Alfons beim ersten Kennenlernen, ohne Einschränkungen. Nicht lange faseln, hier das Menü für meine angeknackste Seele
… und überlebst kaum das Betthupferl, ein Schokoladekuchen mit Früchten und ... Da schweigt des Sängers Höflichkeit. Ausgeknackst!!! Kostenpunkt rund 48 Euro für die Seele und 22 Euro für den Durst. Mir stieg Schamröte ins Gesicht, als ich zahlte.
Von München sind es, hungrig gefahren, knapp zweieinhalb Stunden (Sabine
schafft es in zehn Minuten) ... |
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Von der Mebo »Bozen–Meran« Ausfahrt
»Algund« im westlichen Algund Richtung Mitterplars und Oberplars, dann nach
Vellau, zur Spitzturmkirche und schon sind Sie da. |
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Holzhäusl
Kurallee 6
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Niederbayern
verucht
Wirt: Alexander Rank Tel: 08532-922555 |
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hexer vom holzhäusl |
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Thomas, schmähgewandter Serviceallrounder mit Plexiglasfliege für Notgroschen zelebriert gerade filmreifen Bussibussizauber an drei üppigen Jungschmaltieren. Er steht seinem Chef in nichts nach, stelle ich fest. Ob die echt gut aussehenden Damen hier nur feinstes Flüssiges schlürfen wollen, oder sich aus dem üppigen Angebot wohlsoignierter Herren einen betuchten Spiegelkarpfen angeln möchten? Oder wirklich Hunger haben. Auf etwas ganz Leckeres, denn das ist die neue Stärke von Barmannkoch Rank. Mit besten Ausgangsprodukten und seinen »Hausfrauen« mutiert er gerade in der Puppenküche des Hauses zum Restaurantchen. Wirklich! Bitte, wo gibt es in dreißig Kilometer Umkreis einen ähnlich guten Salatteller (4,80 €)? Das Dresssingrezept stammt noch aus Schuhbecks Kurhausstüberl in Waging, nur hier mit weißen Essigen aufgehellt. Spitzenklasse! Selbst in der Schweiz schwärmt man von einem Topgericht im Holzhäusl: Filetsteak (200 g) mit Kartoffelgratin und Butter, sogar wahlweise mit Kräuter oder Chili (15,50 €). Je nachdem, wie der »Nachtisch« aussehen soll! Selbst beim Überbacken der leckeren Beilage ist man flexibel. Versuchen Sie doch Parmesan? Das Fleisch ist genau auf den gewünschten Punkt gebraten, den geilen Bratensaft mische ich mit meinen käsigen Kartoffelscheiben und flippe fast aus. Spitzenklasse! Der offene kalifornische Rotwein passt bestens. Kein Wunder, da ist Rank in seinem einem Element! Das andere heißt lapidar »Schnaps«. Die gewaltige Auswahl reicht vom Geheimtippbrenner über den noblen Rochelt in der attraktiven Zangenflasche bis zur edlen Elsbeere des Österreichers Reisetbauer. Für schlanke 30 € geht dieses Stamperl über den Tresen. Ich halte mich an einen schlichten Whiskey als Dessert, black and white (5,80 €). Nichts zum Trinken, keine Bange, das ist nicht der Level im Holzhäusl, das ist Eis, Kuchen und… Man muss es probiert haben. Danach eine handgerollte Dominikanische Republik, Sie wissen schon: Edelrauch! Oder doch die Aprikose von Ziegler (9,50 € für 2 cl) aus limitierten Flaschen. Oder vielleicht sogar beides. Dann müsste ich über den Wirt sagen: Spitzenklasse! Nicht auszudenken … |
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Lammgulasch
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Von der A 3 »Regensburg–Linz«
Ausfahrt »Pocking/118« südlich auf der B 12 Richtung Pocking, 3 km; dann
westlich Richtung Pfarrkirchen bis zur Abzweigung nach Bad Griesbach-Therme,
+ 16 km. Gegenüber dem Maximilian. |
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Oberlechner
Haus 7
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Südtirol auf der Höhe
Wirt: Familie Sabine Tel: 0039-0473-448350 |
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peterchens mondmahl |
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Ein Bilderbuchherbsttag als Ausgleich für den etwas schlampigen Sommer, Petrus auf Wiedergutmachungstour bei den meist grauhaarigen Südtirolwanderschuhen. Alle Plätze im schwindelig hohen Frischluftrefugium des Gamperclans sind heiß umkämpft, trotz der etwas kühlen Temperaturen. Die drei Mädels im gewohnten Streß, der Wirt cool. Wie immer. Ich widerstehe dem nahen himmlischen MittagsManna und verschiebe meine Gaumengier auf den Abend, wenn die Stöckeschwinger wieder ins Tal hinuntergetackert sind. Nach Sonnenuntergang lässt es Peter so richtig krachen, wenn man will. Und wie ich wollte. Die Küche grüßte mit einem Kürbisstrudel, Fleischkrapfelen und Aprikosen-Mango-Chutney. Ich ging wortlos in die Knie. Da können mir die Hintners und Gartners alle gestohlen bleiben. Mein Herz schlägt für Vellau. Ich brauche keine Meraner Sissi, keine Löwen in Tiesens. Die Schreiberlinge von Rosso, Hauben und Espresso treiben mit ihren für mich überkanditelten Kritiken doch nur Selbstbefriedigung! Den Blick für das Einfache haben sie längst verlernt. Gampers Petersiliennudeln mit Steinpilzen schicken alle Stopflebern mit Trüffel ins Fegefeuer. Jeder Geldbeutel der für diese sündteueren Produkte die Schwindsucht kriegt, sollte seinen Besitzer solange in die E... beißen, bis sich der nur noch von Schwarzbrot ernährt. Für den Preis von einem Kilo Albatrüffel, einer Flasche Petrus und ein paar Tagen im Wellnessziehdirdasfellabhotel zum goldenen Weißnichtwas könnten in Äthiopien tausende Kinder überleben. In welcher Welt prassen wir eigentlich? Ich Dickwanst eingeschlossen! Ist es uns wurscht, wenn wir unermesslich traurigen Kinderbilder sehen? Habe ich mich jetzt verrannt? Nein, bei mir ist nur der Knopf zu spät aufgegangen. Obwohl es dafür nie zu spät ist. Ich werde in Zukunft Wirte favorisiern, die unsere heimischen Produkte in geschmacklicher Vollendung anbieten, damit bei den Essern für den Hunger in der Welt ein Scherflein übrig bleibt. Um die anderen vergrößere ich den Bogen. Vielleicht können wir uns zusammenschließen, beim Helfen? Schreiben Sie mir: h.kilian@gmx.net Danke. Hirschgulasch mit Polentaknödel ist ein feines Beispiel für das gerade Gesagte. Peter hat zwar etwas verliebt die nachtschwarze Wildreduktion abgeschmeckt, vielleicht hat der Hirsch auch zu viel Biss? Es schmeckt nahezu göttlich! Muss ich mehr SabineWein trinken. Die gebürtige Terlanerin ist eine sehr wissende WirtinnenWeinfee, serviert einen frechen Gewürztraminer, der es gut kann mit den prallen Wildaromen! Jetzt Hirschbraten mit Semmelauflauf und Blaukraut. Vollendung! So kann man Blaukraut zubereiten, wenn man es kann. Knackig sowieso, fein aromatisiert, nichts schmeckt vor. Dritte Kostprobe aus der Waldkönigtrilogie: Hirschmedaillons auf Preiselbeersauce in einem geheimen Pilzkranz. Sabine hat mir den deutschen Namen für diese seltene Moos-Tannennadelboden-Köstlichkeit verraten. Ist das Manna? Himmlisch auf jeden Fall … |
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Nudeln
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Am Ende der Schnellstraße
»Bozen–Meran«, deutlich nach der Brauerei Forst, kurz vor Töll rechts, Richtung Algund
hinunter,
dann den Berg hinauf, Richtung Oberplars, weiter hinauf nach Vellau zur
Bergstation der Seilbahn, davor östlich kurz hinauf zur Spitzturmkirche. |
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| !!deutliche Veränderungen sind vermerkt!! | ||||||||||||||
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